Handbuch für Digital-Publishing

Satzspiegel

Für Editorial Designer ist der Satzspiegel ein fundamentaler Punkt der Gestaltung. Hier werden das Seitenformat, die gesamte Raumaufteilung, Spaltenbreite und -höhe und der Zeilenabstand definiert. Grid-Systeme für Webseiten definieren „nur“ die horizontale Aufteilung. Eine feste vertikale Definition ist nicht möglich, diese wird durch den Browser, den Bildschirm des Lesers und weitere Einstellungen definiert.

Für den Designer von digitalen Magazinen hat der Satzspiegel die gleiche Bedeutung wie für den Printdesigner, mit der spannenden Erweiterung, dass sowohl eine horizontale als auch eine vertikale Ausrichtung für die Darstellung desselben Inhalts möglich ist.

Zwar hat sich die erste Euphorie, mit den beiden Ausrichtungen zu spielen, inzwischen gelegt, und die meisten digitalen Magazine erscheinen – schon aus Kostengründen – nur noch in einer festgelegten Ausrichtung, doch trotzdem muss auf die Erstellung des Satzspiegels großer Wert gelegt werden. Egal ob Hoch- oder Querformat, schon in den ersten konzeptionellen Designs muss der Umgang mit „kurzen“ und „langen“ Seiten bedacht und der Satzspiegel definiert und getestet werden.

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Designer aus Leidenschaft, „Handwerker“ mit Hingabe.

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